Fünf Wege aus dem Stress
Wir können weiter unter Stress leiden.
Oder wir entscheiden uns, etwas dagegen zu tun

 

1. Grenzen setzen
Die Arbeit darf nicht aufs Privatleben übergreifen. Also auch mal nein sagen – manchmal muss eben Schluss sein. Wer Ehrlichkeit mit Takt verbindet, hat schon gewonnen.

2. Auszeiten nehmen
Jeweils nach ein paar Sunden eine kurze Pause einlegen, damit sich der Organismus regenerieren kann. Ob wir in dieser Pause ein erfrischendes Nickerchen oder einen Spaziergang machen, ob wir meditieren oder uns mit anderen unterhalten, ob wir Musik hören oder einfach „die Seele baumeln lassen“ – es muss etwas sein, was wenig Konzentration erfordert. Wer nach einigen Stunden nur zehn bis 20 Minuten pausiert, kann seine Leistung erheblich steigern und die verlorene Zeit mehr als aufholen.

3. Zeit nehmen für Muße
Alles was man aus freiem Ermessen tut, ist genaugenommen ein Akt der Muße – im Gegensatz zu den Pflichten und Zwängen, die unser Leben weitgehend bestimmen. Wir haben so wenig Zeit für Muße, weil wir und nicht mehr erlauben, sie uns zu nehmen.

4. Geld richtig bewerten
Nachdem die Grundbedürfnisse gestillt sind und ein gewisser Wohlstand erreicht ist, sinkt die Zufriedenheit mit den Dingen, die wir uns danach noch erwerben. Kurz gesagt: Je mehr wir uns kaufen, desto weniger freuen wir uns darüber. Wir sollten uns also fragen: Wie viel ist genug?

5. Das Wichtige erkennen
Wer sich mit dem Beruf zu sehr identifiziert, dem empfehle ich folgenden Satz: „Ihre Arbeit ist das, was Sie machen – und nicht, wer Sie sind.“ Spiele ich mit meinen Kindern oder gehe ich mit ihnen ins Kino, bin ich nicht der Arzt, sondern der Mensch David Posen. Und wenn ich meinen Beruf aufgeben würde, um etwas anderes zu machen – ich bleibe trotzdem David Posen.
Stress ist Realität, muss aber nicht zur Lebensform werden. Denn der meiste Stress, unter dem wir fast alle leiden, ist hausgemacht. Wie lässt sich das Problem lösen? Wir können erkennen, wann wir in einem aussichtslosen Spiel gefangen sind. Dann sollten wir eine Auszeit nehmen, um über Alternativen nachzudenken.
Was haben wir dabei zu verlieren? Wir können nur gewinnen!
 

Frei nach einem Artikel von  Dr. med. David B. Posen aus "Das Beste" 4/99